Alle Menschen sind eingeladen, das Evangelium zu hören, am kirchlichen Leben teilzunehmen und christliche Gemeinschaft zu erfahren. Nicht Getaufte werden begleitet und zur Taufe ermutigt. Ausgetretene bleiben eingeladen, wieder Mitglied der Kirche zu werden.

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Erläuterungen zu Artikel 10

Dieser Artikel ist neu und steht bewusst am Abschluss des Teils über die Kirchenmitgliedschaft. Während die vorhergehenden Artikel Regelungen für die Kirchenmitglieder treffen, stellt dieser Artikel heraus, dass sich die Landeskirche in einer Situation, in der viele Menschen nicht Mitglied der Kirche sind, aufgrund ihres Auftrags und ihrer Sendung an alle Menschen gewiesen sieht: Alle Menschen sind eingeladen zum Glauben, zur Teilnahme am kirchlichen Leben und, wenn sie es wünschen, zur Taufe. Die Landeskirche bekennt sich hier zu ihrem Missionsauftrag und zur Teilhabe an der Sendung Gottes in die Welt zu allen Menschen. Satz 1 orientiert sich an Artikel 13 der Verfassung der Nordkirche, Satz 2 und an Artikel 11 Absatz 1 der Verfassung der EKM. Satz 3 ist eine Neuformulierung, die der wachsenden Bedeutung der Wiederaufnahme (s. dazu oben Artikel 8 Absatz 1 Nummer 3 in die Kirche Rechnung trägt.


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4 Kommentare

  1. Aktiv und Passiv
    Einladende Kirche ist eine aktive Bewegung, so die Überschrift. Im Artikel selbst geht es dann nur um die Reaktionen der Menschen, die Verfassung sollte aber bei der Beschreibung der kirchlichen Aktivität bleiben:
    Einladende Kirche bringt das Evangelium vielfältig zu Gehör, initiiert lebendiges kirchliches Leben, fördert christliche Gemeinschaft und ermuntert zum Glauben an Jesus Christus

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  2. Nicht Getaufte werden zur Taufe ermutigt? Es scheint ja hier um Erwachsene zu gehen. Die Frage der Kindertaufe scheint aussen vor zu sein.
    Seit wann ist „Ermutigung zur Taufe“ unser Auftrag? Nur falls es entfallen sein sollte: Galater 3,26 Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus.
    Die Glaubensbotschaft zu verkünden ist unsere Aufgabe. Und wenn jemand sich als öffentliches Zeichen dafür, dass er zum Glauben gekommen ist, taufen lässt,begleiten wir ihn dabei und taufen ihn. Selbst der Jesus vom Verfasser des Matthäusevangeliums in den Mund gelegte sogenannte Taufbefehl, lautet nicht: geht hin und ermutigt alle zur Taufe.
    An dieser Stelle ist nicht nur unklar formuliert ( Säuglings-, Kinder-, Jugendlichen, Erwachsenentaufe), sondern auch inhaltlich unsinnig.

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  3. Dieser Artikel steht im Widerspruch zur Ablehnung der „Bemühungen, Juden zum Religionswechsel zu bewegen“ aus Artikel 4(6). „Alle Menschen (Anm.: auch Juden!) sind eingeladen,[…]werden begleitet und zur Taufe ermutigt.“

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    • Ich finde diesen Artikel eher in Hinblick auf die zahlreichen geflüchteten Muslime relevant, die sich taufen lassen wollen. Hier wäre es wirklich nötig, das Verhältnis zwischen Mission und Interreligiösem Dialog genauer zu durchdenken – um für die sehr schwierige Praxis Orientierung zu finden. In der Praxis stellen sich existentielle Fragen, wenn die Eingeladenen und Getauften abgeschoben werden.

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