(1) Im Kloster Bursfelde besteht ein Geistliches Zentrum der Landeskirche. Das Nähere regelt eine vom Landeskirchenamt zu erlassende Klosterordnung.

(2) Die Äbtissin oder der Abt des Klosters Bursfelde wird von der Landesbischöfin oder dem Landesbischof auf Vorschlag der Landesregierung aus dem Kreis der evangelisch-lutherischen ordentlichen Professorinnen und Professoren der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen ernannt.

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Artikel 113 Absatz 2

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Erläuterungen zu Artikel 64

Das Kloster Bursfelde findet als drittes Kloster in der Kirchenverfassung Erwähnung, weil die Rechtsverhältnisse des Klosters die Beziehungen zum Land Niedersachsen berühren.

 

 

 

 

Allgemein

Nach Artikel 21 Absatz 3 des Loccumer Vertrages wird die Prälatur Bursfelde auf Vorschlag der Landesregierung durch die zuständige landeskirchliche Behörde „aus dem Kreise der ordentlichen Professoren der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen“ besetzt. Artikel 64 Absatz 2 enthält wie Artikel 113 Absatz 2 der bisherigen Verfassung die kirchenrechtliche Entsprechung zu dieser staatskirchenrechtlichen Bestimmung.

Nach dem Wegfall des Kirchensenats obliegt die Ernennung der Äbtissin oder des Abtes der Landesbischöfin oder dem Landesbischof. Einer vorherigen Beteiligung des Personalausschusses bedarf es anders als in anderen Personalangelegenheiten nicht, weil die Landesbischöfin oder des Landesbischofs wegen des Vorschlagsrechts der Landesregierung keinen Entscheidungsspielraum hat.

Es ist davon auszugehen, dass die Formulierung des Loccumer Vertrages auch die Ernennung einer Professorin zur Äbtissin erlaubt. Anders als Artikel 63 ist Artikel 64 daher in geschlechtergerechter Sprache formuliert.

Absatz 1

Absatz 1 ist neu. Er wurde in die Verfassung aufgenommen, um deutlich zu machen, dass das Kloster Bursfelde über die staatskirchenrechtlichen Regelungen zur Besetzung des Abtsamtes hinaus auch eine inhaltliche Bestimmung hat. Daher findet das Geistliche Zentrum, das als Teil der Missionarischen Dienste eine Einrichtung des Hauses kirchlicher Dienste ist, an dieser Stelle Erwähnung. Die vorgesehene Klosterordnung wurde im Jahr 2007 anlässlich der Übernahme des Geistlichen Zentrums vom Kirchenkreis Münden in die Trägerschaft der Landeskirche erlassen.


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