(1) Die diakonischen Werke und Einrichtungen in der Landeskirche arbeiten gemeinsam mit diakonischen Werken und Einrichtungen aus anderen Landeskirchen im Diakonischen Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V. zusammen.

(2) Über das Evangelisch-lutherische Missionswerk in Niedersachsen beteiligt sich die Landeskirche an der weltweiten Wahrnehmung des Missionsauftrags der Kirche und seiner Vermittlung in Deutschland.

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Erläuterungen zu Artikel 61

Artikel 61 enthält Rahmenregelungen über das Diakonische Werk und das Missionswerk.

 

 

 

 

Allgemein

Beide Werke sind als eingetragener Verein (Diakonisches Werk) bzw. Stiftung (Missionswerk) rechtlich selbständig und der Landeskirche zugeordnet. Sie fallen also unter Artikel 60 Absatz 1 Satz 2, werden aber u.a. wegen ihrer Größe und Bedeutung für die Landeskirche gesondert erwähnt.

Das Diakonische Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen e.V. ist der gemeinsame Dachverband der diakonischen Einrichtungen in den Landeskirchen Braunschweig, Hannover und Schaumburg-Lippe sowie der Evangelisch-reformierten Kirche. Für die Landeskirchen Braunschweig und Hannover nimmt es außerdem die Aufgaben eines landeskirchlichen Diakonischen Werks wahr. Es ist nicht nur selbst der Landeskirche zugeordnet, sondern bildet zugleich den Dachverband, über den die auch gegenüber dem Diakonischen Werk rechtlich selbständigen Mitgliedseinrichtungen der Landeskirche zugeordnet sind. Auf eine inhaltliche Bestimmung der Aufgaben diakonischer Arbeit wird an dieser Stelle verzichtet, weil diakonisches Handeln bereits in Artikel 1 als grundlegende Dimension der Verkündigung und des Zeugnisdienstes in der Kirche beschrieben wird. Und unter der Überschrift „Zeugnis und Dienst“ wird die Übertragung spezieller Dienste auf Mitarbeitende in der Diakonie in Artikel 11 angesprochen.

Über das Evangelisch-lutherische Missionswerk nimmt die Landeskirche gemeinsam mit den Landeskirchen Braunschweig und Schaumburg-Lippe den weltweiten Missionsauftrag und die Vermittlung dieses Auftrags im Inland wahr. Darüber hinaus ist das Missionswerk Träger der Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg, die aus dem Hermannsburger Missionsseminar hervorgegangen ist.

 

 


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2 Kommentare

  1. Dem Diakonischen Werk sollte ein eigener Artikel in der Verfassung gewidment werden. In diesem Artikel könnte die Landeskirche Ihr Verhältnis zur Diakonie insbesondere auch zu selbständigen diakonischen Unternehmungen bestimmen. Das würde in manchen Debatten auf landeskirchlicher, kirchenkreis oder kirchengemeindlicher Ebene über dieses Verhältnis positive Akzente setzen helfen.
    Eine ausführlichere Verankerung der Diakonie in der Verfassung der Landeskirche ist m.E. auch durch die große Mitarbeiterzahl, die die Diakonie ausmacht, begründet. Zum anderen zeigen die Mitgliedschaftsuntersuchungen der EKD die Bedeutung der Diakonie für die Ev. Kirche. Dem sollte durch einen eigenen Artikel in der Verfassung Rechnung getragen werden.

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  2. Nicht nur gemessen an der Bedeutung, die das diakonische Handeln der Kirche in der Wahrnehmung einer breiteren Öffentlichkeit hat, ist es für mich völlig unverständlich und geradezu irritierend, wie hier Diakonie als Fußnote abgehandelt wird. Diese Fußnote entspricht auch in keiner Weise dem großen Engagement der Mitarbeiterschaft der Diakonischen Werke

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