(1) Die Superintendentin oder der Superintendent wird durch die Kirchenkreissynode auf zehn Jahre mit der Möglichkeit der Verlängerung gewählt.

(2) Das Amt der Superintendentin oder des Superintendenten ist mit einer Pfarrstelle im Kirchenkreis verbunden.

Bisherige Artikel

Artikel 54 & 55

Ihre Kommentare

lesen & schreiben

Erläuterungen zu Artikel 38

Artikel 38 enthält die wichtigsten Bestimmungen über die Wahl und die Stelle der Superintendentin oder des Superintendenten
Allgemein

Gegenüber den Regelungen in den Artikel 54 und 55 der bisherigen Verfassung sind die Regelungen kürzer gefasst. Absatz 1 schreibt den bisher nur im Kirchengesetz über die Wahl und die Amtszeit der Superintendenten und Superintendentinnen (SupWahlG) enthaltenen Grundsatz der Wahl auf zehn Jahre mit der Möglichkeit einer Verlängerung auf Lebenszeit, der seit 2002 unverändert gilt, nunmehr in der Verfassung fest. Alle weiteren Regelungen zum Verfahren und zur Beteiligung der kirchenleitenden Organe auf der Ebene der Landeskirche werden damit dem SupWahlG überlassen.

Auf Grund seiner bisherigen Beratungen beabsichtigt der Verfassungsausschuss, einen Vorschlag für die Neugestaltung des Wahlverfahrens zu entwickeln, der noch in der 25. Landessynode, also vor Ende des Jahres 2019, beraten und beschlossen werden könnte. Ziel der Neugestaltung soll es sein, dass alle am Wahlverfahren Beteiligten gemeinsam einen Wahlvorschlag erarbeiten, der dann der Kirchenkreissynode vorzulegen wäre. Diesem Ziel könnte am ehesten ein Wahlausschuss entsprechen, dem unter Vorsitz der Regionalbischöfin oder des Regionalbischofs Vertreterinnen und Vertreter der Superintendenturgemeinde, des Kirchenkreisvorstandes, der Kirchenkreissynode und des Landeskirchenamtes angehören.

Absatz 1

Absatz 2 gibt vor, dass das Amt der Superintendentin oder des Superintendenten mit einer Pfarrstelle im Kirchenkreis verbunden ist. Die Formulierung ist bewusst so weit gefasst, dass verschiedene Formen einer Zuordnung der Pfarrstelle möglich sind:

  • Die Pfarrstelle kann entsprechend dem bisherigen Regelfall einer Kirchengemeinde im Kirchenkreis zugeordnet sein.
  • Sie kann nach § 22 Absatz 1 des Regionalgesetzes Pfarrstelle einer Gesamtkirchengemeinde sein, wenn die Superintendenturgemeinde Teil einer Gesamtkirchengemeinde ist.
  • In insgesamt 14 Kirchenkreisen sind die Superintendentur-Pfarrstellen auf Grund der Verordnung mit Gesetzeskraft zur Erprobung von ephoralen Kirchenkreispfarrstellen zurzeit erprobungsweise unmittelbar dem Kirchenkreis zugeordnet. Nach der vorgeschlagenen Formulierung von Artikel 38 Absatz 2 wäre es bei einem positiven Ergebnis der Erprobung möglich, die Zuordnung der Superintendentur-Pfarrstelle zum Kirchenkreis durch eine entsprechende Gesetzesänderung dauerhaft als dritte mögliche Variante einer Zuordnung zu etablieren, ohne dass eine Änderung der Verfassung erforderlich wäre.


Sie können diesen Artikel hier kommentieren.

1 Kommentar

  1. zu Absatz 2 – Ich denke, dass ist nicht mehr so? Der Superintendent hat doch „nur“ noch eine Predigtkirche, aber keine Pfarrstelle mit allen Rechten und Pflichten.
    ???

    Antworten

Antworten auf Maike H. Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*