(1) Der Kirchenkreisvorstand besteht aus der Superintendentin oder dem Superintendenten und der erforderlichen Zahl von ordinierten und nichtordinierten Mitgliedern, die von der Kirchenkreissynode gewählt werden.

(2) Die Zahl der nichtordinierten Mitglieder des Kirchenkreisvorstandes muss mehr als die Hälfte der Mitglieder umfassen.

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Erläuterungen zu Artikel 36

Artikel 36 enthält eine Rahmenregelung über die Zusammensetzung des Kirchenkreisvorstandes

Allgemein

Ähnlich wie die Rahmenregelung über die Zusammensetzung der Kirchenkreissynode (Artikel 34) beschränkt sich Artikel 36 darauf, wie Artikel 59 Absatz 1 der bisherigen Verfassung festzulegen, dass der Kirchenkreisvorstand aus der Superintendentin oder dem Superintendenten und der erforderlichen Zahl von ordinierten und nichtordinierten Mitgliedern besteht. Alles Weitere ist in der Kirchenkreisordnung zu regeln. Absatz 2 gibt allerdings vor, dass der Kirchenkreisvorstand zu mehr als der Hälfte aus nichtordinierten Mitgliedern bestehen muss. Das entspricht den Vorgaben für die Zusammensetzung der Landessynode (Artikel 45 Absatz 2) und eines Verbandsvorstandes in Kirchenkreisverbänden (Artikel 30 Absatz 2).


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3 Kommentare

  1. Die Wahrnehmung von eigenständigen Leitungsaufgaben und die theologisch verantwortete Leitung des Kirchenkreises durch die Superintendentin oder den Superintendenten (s. Artikel 37) dürfen nicht infragegestellt werden und müssen hauptamtlich erfolgen.
    Was auf Ebene der Kirchengemeinde sehr gut funktionieren kann, habe ich selbst als ehrenamtlicher KV-Vorsitzender erlebt. Die Koordination der Leitungsaufgaben von KV und Pfarramt ist durchaus erfolgreich möglich.
    Jetzt als erster stellvertretender Vorsitzender im Kirchenkreisvorstand habe ich die vielfältigen und umfangreichen Aufgaben der Leitung eines Kirchenkreises kennengelernt (natürlich nur wenige davon wahrgenommen). Ich habe gute persönliche Kontakte zu anderen Kirchenkreisleitungen und konnte in meinem aktiven Berufsleben viel Managementerfahrung sammeln. Doch die Leitung eines Kirchenkreises kann ich mir bei bester Phantasie als Ehrenamt auf Dauer nicht vorstellen.

  2. Sollte nicht zumindest grob/ grundsätzlich festgelegt werden, wie die Mitglieder bestimmt werden, z. B. durch Wahl oder Berufung durch die Kreissynode (den Kirchenkreistag)?

  3. Der KKT-Vorstand Wesermünde hat ausführlich diskutiert, ob den Vorsitz im KKV immer der Superintendent oder die Superintendentin haben muss, und sieht nicht diese Notwendigkeit. Er schlägt daher vor, zu diesem Artikel folgenden Absatz hinzuzufügen (Für Artikel 37(1) erfordert eine entsprechende Änderung, siehe dort):
    Der Kirchenkreisvorstand wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden oder eine Vorsitzende. Der oder die Vorsitzende trägt die Verantwortung dafür, dass der Kirchenkreisvorstand seine Leitungsaufgaben wahrnimmt. Sie oder er sorgt für das sachgerechte Zusammenwirken aller an der Leitung des Kirchenkreises Beteiligten.