(1) Der Kirchenkreissynode gehören an:

1. Mitglieder, die von den Kirchengemeinden gewählt werden,
2. Mitglieder, die vom Kirchenkreisvorstand berufen werden, darunter mindestens zwei Mitglieder, die zum Zeitpunkt der Berufung das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben,
3. die Superintendentin oder der Superintendent und eine oder einer der Stellvertretenden im Aufsichtsamt,
4. Mitglieder der Landessynode, die einer Kirchengemeinde im Kirchenkreis angehören.

(2) Der Kirchenkreissynode können aufgrund kirchengesetzlicher Bestimmungen noch andere als die in Absatz 1 bezeichneten Mitglieder angehören.

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Artikel 58

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Erläuterungen zu Artikel 34

Artikel 34 enthält eine Rahmenregelung über die Zusammensetzung der Kirchenkreissynode.

Allgemein

Sie beschränkt sich darauf, die wichtigsten Gruppen von Personen zu nennen, aus denen die Kirchenkreissynode besteht. Nähere Regelungen bleiben der Kirchenkreisordnung überlassen. Neu aufgenommen ist die Regelung über die Berufung von Jugend-synodalen in die Kirchenkreissynode.

Auf Grund einer Anfrage aus der Expertenanhörung hat der Verfassungsausschuss erörtert, ob es systematisch konsequent ist, wenn die Superintendentin oder der Superintendent Mitglied der Kirchenkreissynode ist (Absatz 1 Nummer 3). Die vorgeschlagene Regelung entspricht der bisherigen Rechtslage nach Artikel 58 Absatz 1 der geltenden Verfassung, ist gerade in lutherischen Landeskirchen aber in der Regel unüblich. Der Verfassungsausschuss hat sich dafür entschieden, an dieser Stelle keine Veränderung des status quo vorzuschlagen, hält es aber für erforderlich, die Vor- und Nachteile der vorgeschlagenen Regelung im Rahmen des Stellungnahmeverfahrens weiter zu erörtern.


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4 Kommentare

  1. Im Zuge einer Mitbeteiligung von Jugendlichen an kirchenleitenden Gremien, die hier dankenswerterweise gewollt ist, ist die Berufung zweier Mitgleider unter 27 ein wichtiger Baustein. Sie sollte jedoch auf Vorschlag des Kirchenkreisjugendkonventes erfolgen, der in der Ordnung der evangelischen Jugend verankert ist, um auch schon hier eine demokratische Legitimierung einzubauen.

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  2. Was bedeutet die Erläuterung „Sie beschränkt sich darauf, die wichtigsten Gruppen von Personen zu nennen, aus denen die Kirchenkreissynode besteht“? Wer Mitglied ist bzw. welche Gruppen von Mitgliedern es gibt, sollte schon abschließend in der Verfassung geregelt werden; anders als etwa Zahlvorgaben, die in der Kirchenkreisordnung geregelt werden könnten.

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  3. Es kann ja durchaus möglich sein, daß durch die Kirchengemeindewahl bereits Jugendliche, die das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, in die Kirchenkreissynode entsendet werden. Muß dann der Kirchenkreisvorstand zwei weitere Jugendliche berufen, und wenn „ja“ auch gendergerecht besetzen? Sollte dieser Passus nicht erst dann greifen, wenn bei den von den Gemeinden gewählten und entsendeten Mitgliedern keine „Jugendfraktion“ zustande kommt. Es sollte im Interesse der Kirchengemeinden und Kirchenvorstände sein Jugendliche aus ihren Gemeinden in die Kirchenkreissynode zu entsenden. Wenn die „Jugendfraktion“ hierdurch bereits entsprechend repräsentiert ist könnte die Berufung durch den Kirchenkreisvorstand entfallen, und er hätte die Möglichkeit zwei weitere und ältere Kirchenglieder zu berufen, um die Fachkompetenzen entsprechend auszuschöpfen.

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    • Diese Einschätzung wird von mir vollumfänglich geteilt. DIe Beteiligung von jungen Erwachsenen ist wichtig; sie darf keine einseitige Bevorzugung darstellen. Wenn also genügend U 27 bereits Mitglied sind, ist eine Berufung durch den KKV nicht mehr erforderlich.

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