Die Kirchenkreissynode, der Kirchenkreisvorstand und die Superintendentin oder der Superintendent leiten den Kirchenkreis in arbeitsteiliger Gemeinschaft und gegenseitiger Verantwortung. Sie tragen gemeinsam Verantwortung dafür, dass Zeugnis und Dienst im Kirchenkreis gemäß dem Auftrag der Kirche geschehen und die Ordnung der Kirche beachtet wird.

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Erläuterungen zu Artikel 32

Satz 1 zählt zunächst die Leitungsorgane des Kirchenkreises auf.
Allgemein

Ebenso wie bei den Leitungsorganen der Landeskirche (Artikel 42 Absatz 1) wird dabei anders als in der bisherigen Verfassung das synodale Leitungsorgan zuerst genannt, um seine Bedeutung für die Leitung des Kirchenkreises zu hervorzuheben.

Der Kirchenkreistag wird künftig als Kirchenkreissynode bezeichnet. Diese Veränderung geht auf eine Anregung der Kirchenkreistagsvorsitzenden zurück. Sie trägt der veränderten Bedeutung der Kirchenkreise Rechnung, wie sie bereits bei Artikel 29 erläutert wurde, und sie berücksichtigt auch, dass die Kirchenkreistage schon heute ähnlich wie eine
Synode arbeiten. Dementsprechend ist die Bezeichnung „Synode“ für das synodale Leitungsorgan der mittleren Handlungsebene auch in den meisten anderen Gliedkirchen der EKD üblich.

Satz 1 beschreibt den Grundsatz für das notwendige Zusammenwirken der Leitungsorgane des Kirchenkreises bewusst mit derselben Formel („arbeitsteilige Gemeinschaft und gegenseitige Verantwortung“) wie in den Bestimmungen über die Leitungsorgane der Landeskirche (Artikel 42 Absatz 1), und Satz 2 stellt mit derselben Formulierung wie Artikel 20 für die Kirchengemeinde klar, dass alle Leitungsorgane sowohl einen geistlichen Leitungsauftrag haben als auch für die Einhaltung der kirchlichen Ordnung verantwortlich sind. Sie leiten den Kirchenkreis also entsprechend dem in Artikel 6 Absatz 2 festgehaltenen Grundsatz geistlich und rechtlich in unaufgebbarer Einheit.


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4 Kommentare

  1. Die Umbenennung von „Kirchenkreistag“ in „Kreissynode“ halte ich nicht für sinnvoll, eine „Synode“ ist etwas sehr Unbekanntes. Kreistage sind aus der Politik und daher aus den Medien bekannt, dem Kirchenvolk näher. Es ist schon jetzt schwer, Mitglieder zur Mitarbeit im Kirchenkreistag zu gewinnen, erschweren Sie die Suche nicht weiter durch einen schwierigen Namen.

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  2. Der Vorstand der Kirchenkreissynode taucht in dem Verfassungsentwurf nicht auf. Der KKT-Vorstand Wesermünde ist der Ansicht, dass die Erwähnung in der KKO nicht ausreicht. Er schlägt daher vor, diesen Artikel in zwei Absätz zu unterteilen. Absatz 1 ist der Entwurfstexte, der um Absatz 2 ergänzt wird:
    Die Kirchenkreissynode wird nach außen durch ihren Vorstand vertreten. Der oder die Vorsitzende des Vorstands muss ein nicht-ordiniertes Mitglied der Kirchenkreissynode sein.

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  3. Die Umbenennung der Kirchenkreistage ist sicher Geschmackssache und nicht unbedingt notwendig. Ansonsten finde ich den Artikel sehr gut (insbesondere den deutlichen Hinweis auf Zeugnis und Auftrag).

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  4. Ich halte die Umbenennung der Kirchenkreistage in „KK-Synode“ für einen Verlust an Verständlichkeit. Zwar schreiben Sie, die Umbenennung ginge auf Vorschläge der KKT-Vorsitzenden zurück, dennoch erscheint mir diese Sichtweise für zu Hannover-zentriert. Begründung: Das politische Gebiet, auf dem sich unsere Landeskirche befindet, ist weitestgehend in ‚Landkreise‘ aufgeteilt, in denen es ‚Kreistage‘ gibt. Wenn ich auf die Frage „Was ist denn Kirchenkreistag?“ antworte: „Na, so etwas wie Kreistagssitzung, aber eben bei der Kirche“, dann lautet die Antwort idR: „Ach, so, verstehe.“

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