(1) Das Landeskirchenamt kann auf Antrag oder nach Anhörung der betroffenen Kirchengemeinden und Kirchenkreise neue Kirchenkreise bilden und bestehende aufheben, zusammenlegen oder anders begrenzen.

(2) Im Rahmen des geltenden Rechts können in einem Kirchenkreis mehrere Amtsbereiche gebildet werden, für die jeweils eine Superintendentin oder ein Superintendent zuständig ist.

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Erläuterungen zu Artikel 31

Artikel 31 regelt ähnlich wie Artikel 19 die Organisationshoheit des Landeskirchenamtes für Entscheidungen über die Bildung, Aufhebung, Zusammenlegung und Veränderung von Kirchenkreisen.

Allgemein

Absatz 2 enthält dabei eine Öffnung für die Bildung mehrerer Amtsbereiche, für die jeweils eine Superintendentin oder ein Superintendent zuständig ist. Derartige sog. ephorale Doppelspitzen werden zurzeit in den Kirchenkreisen Hildesheimer Land-Alfeld und Lüneburg erprobt; außerdem ist der Stadtkirchenverband Hannover nach § 79 b der Kirchenkreisordnung in mehrere ephorale Amtsbereiche aufgeteilt. „Im Rahmen des geltenden Rechts“ sind mehrere Amtsbereiche zurzeit also nur in drei Kirchenkreisen zulässig. Die Formulierung von Absatz 2 lässt jedoch zum einen die Möglichkeit offen, mehrere Amtsbereiche im Rahmen einer zusätzlichen Erprobungsregelung in weiteren Kirchenkreisen zu erproben. Zum anderen ist es ohne eine Änderung der Verfassung auch zulässig, die Bildung mehrerer Amtsbereiche durch eine Änderung der Kirchenkreisordnung generell zu ermöglichen. In beiden Fällen bedarf die Bildung mehrerer Amtsbereiche in konkreten Kirchenkreisen jedoch einer gesonderten Organisationsentscheidung des Landeskirchenamtes.


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2 Kommentare

  1. In Analogie zur Kommentierung zu Artikel 19 schlägt der KKT-Vorstand Wesermünde hier zu Absatz 1 folgende Ergänzung vor:
    Widerspricht ein beteiliger Kirchenkreisvorstand einer dieser Maßnahmen, so bedarf es der Zustimmung der Landessynode. Dies gilt auch bei Vermögensauseinandesetzungen, die durch eine dieser Maßnahmen notwendig werden.

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  2. Zu Absatz 2: Wäre die Notwendigkeit mehrerer Superintendenturen nicht ein Zeichen, dass der Kirchenkreis zu groß ist? Und würde dadurch nicht auch das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb des Kirchenkreises leiden?

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