(1) Zur Berichterstattung und zur Beratung über wichtige Angelegenheiten der Kirchengemeinde soll der Kirchenvorstand mindestens einmal im Jahr eine Versammlung der Mitglieder der Kirchengemeinde einberufen (Gemeindeversammlung).

(2) Zur Förderung des Gemeindelebens kann der Kirchenvorstand einen Gemeindebeirat bilden. Er muss ihn bilden, wenn die Gemeindeversammlung die Bildung beantragt.

Bisherige Artikel

Artikel 47,48 & 49

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Erläuterungen zu Artikel 27

Artikel 27 enthält die verfassungsrechtlichen Rahmenregelungen über die Gemeindeversammlung und den Gemeindebeirat.

Allgemein

Gegenüber den Bestimmungen der bisherigen Verfassung (Artikel 47 bis 49) wurden in die Verfassung nur solche Regelungen aufgenommen, die tatsächlich Verfassungsrang besitzen. Alle weiteren Regelungen bleiben der Kirchengemeindeordnung überlassen. Um die Bedeutung der Gemeindeversammlung als Forum des regelmäßigen Berichts und des Austausches über die Arbeit der Kirchengemeinde zu unterstreichen, wurde die mindestens jährliche Einberufung einer Gemeindeversammlung, wie sie in § 73 Absatz 1 der Kirchengemeindeordnung vorgesehen ist, zumindest als Sollbestimmung in die Verfassung aufgenommen.


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2 Kommentare

  1. Ich stimme Herrn Schuster zu.

    Ich wundere mich doch, warum man die Passage aus Artikel 27 gestrichen hat, wo Gemeindemitglieder, die sich in ausreichender Anzahl melden, eine Gemeindeversammlung zu einem vorher eingereichten Thema verlangen können. Und diese Gemeindeversammlung dann auch durchzuführen ist.
    Manchmal ist dieses sicherlich notwendig.

    Antworten
  2. Ich plädiere dafür, dass der Kirchenvorstand einer Kirchengemeinde verpflichtet wird, einmal im Jahr eine Gemeindeversammlung einzuberufen. Dies fördert die Mündigkeit aller Gemeindeglieder einer Kirchengemeinde und entspricht dem „Allgemeinen Priestertum aller Gläubigen“.

    D.h. das „soll“ sollte durch ein „muss“ ersetzt werden.

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