Kirchengemeinden stehen in der Zeugnis- und Dienstgemeinschaft des Kirchenkreises und der Landeskirche. Sie arbeiten mit anderen Kirchengemeinden zusammen und entwickeln geeignete Formen regionaler Zusammenarbeit.

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Erläuterungen zu Artikel 18

Artikel 18 enthält eine Rahmenregelung für die regionale Zusammenarbeit von Kirchengemeinden.

Allgemein

Die Regelung entspricht Artikel 26 der bisherigen Verfassung in der seit 1. Januar 2016 geltenden Fassung. Sie erinnert an den Gedanken, dass die Verbundenheit mit anderen Gemeinden im Rahmen der Zeugnis- und Dienstgemeinschaft aller Formen kirchlichen Lebens zum Wesensmerkmal jeder Gemeinde gehört und dass die regionale Zusammenarbeit von Kirchengemeinden daher eine Normalform darstellt. Die Region stellt dabei keine neue Handlungsebene dar, sondern sie bildet einen Handlungs- und Gestaltungsraum kirchlicher Arbeit, der die bestehenden Kirchengemeinden in ihrer Arbeit unterstützt und Möglichkeiten der Aufgabenteilung, der gegenseitigen Ergänzung und Entlastung sowie der Schwerpunktsetzung eröffnet. Die Region muss auch nicht nur territorial verstanden werden. Auch Personalgemeinden können zu einer Region gehören.Die einzelnen Formen der regionalen Zusammenarbeit werden in der Verfassung wie bisher nicht geregelt. Das bleibt vielmehr dem Kirchengesetz über die regionale Zusammenarbeit von Kirchengemeinden überlassen.


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2 Kommentare

  1. Sorgfalt in der Formulierung! Wir stehen in einer Zeugnis-und Dienstgemeinschaft „im“ Kirchenkreis und nicht „des“ Kirchenkreises. Stillschweigend auch hier wieder eine Aufwertung der Kirchenkreisebene. So was passiert, wie an anderer Stelle angemerkt, wenn die Begriffe in ihren semantischen Konturen nicht klar sind. Oder es zeigt wieder einmal, was tatsächlich dahintersteckt. „Gemeinschaft“ als Maskerade einer sich verstärkenden Top-down Struktur.
    Der Artikel ist zudem viel zu eng gefasst und beschreibt noch nicht einmal das, was schon da ist.
    Wir arbeiten in dieser Zeugnis- und Dienstgemeinschaft nicht nur mit anderen Kirchengemeinden zusammen, sondern auch mit Diensten, Beratungsstellen, Schulen, Kindergärten, Bürgerinitiativen, Krankenhäusern, Altenheimen. Ansätze, die sich im Kontext der Gemeinwesenarbeit verstehen ( gerade z.B. das Projekt der gemeinwesenarbeitsorientierten Diakonie ) kommen gar nicht vor. Auch nicht die ökumenische Zusammenarbeit.

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  2. Artikel 18 macht die Entwicklung regionaler Zusammenarbeit zur Pflichtaufgabe der Kirchengemeinden. Artikel 26 der geltenden Verfassung beschreibt die Kirchengemeinden hingegen als urteilsfähiges Subjekt („prüfen … unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse“) Dahinter sollte eine verbesserte Verfassung nicht zurückfallen.

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